/media/sda-magnetic/david/Dok-15-2023-11-27/fernuni-hagen/cs-i-ii/old-cs-2-02/statistik2022-06-10/statistik-skript/stochastik2.txt


Stochastik
1.) Statistik - Auswertung von Tabellen mit mathematischen Mitteln
2.) Wahrscheinlichkeitsrechnung - Aus einem Experiment werden Prognosen für die Zukunft abgegeben.

Zufallsexperiment
1.) Durchführung unter genau festgelegten Vorschriften
2.) Beliebig oft wiederholbar unter völlig gleichen Bedingungen
3.) Mindestens zwei Mögliche Ergebnisse
4.) Ergebnis nicht vorhersagbar

Heißt: Zufallsexperiment

Wird beschrieben durch
1.) Ergebnisse, die auftreten können
2.) die Grundgesamtheit der Menge S aller möglichen Ergebnisse
3.) Die Wahrscheinlichkeit mit der jedes Ergebnis eintritt

1.) Einstufiges Zufallsexperiment
1.1.) Münze 
1.2.) Würfel 
1.3.) Skatkarte
2.) Mehrstufiges
2.1.) Zweimal werfen einer Münze
2.2.) Ziehne ohne Zurücklegen

Beschreibung: 
1.) Ergebnismenge
2.) Baumdiagramm

1.) Ereignis
2.) Elementarereignis
3.) Ergebnismenge

Ein Zufallsexperiment habe die Ergebnismenge S. Jede Teilmenge A von S ist ein Ereignis 
Ein Ereignis ist eingetreten, wenn eines ihrer Ergebnisse bei der Durchführung des Experiments als Ergebnis aufgetreten ist
Sicheres Ereignis: Tritt bei jeder Durchführung ein 
Unmögliches Ereignis: Tritt niemals ein 
Elementareignis: Nur ein Element 
Gegenereignis 

Verknüpfung von Ereignissen 
1.) Geschnitten 
2.) Vereinigt

Vereinigungsmenge E1 oder E2 E1 CUP E2
Schnittmenge E1 CAP E2 E1 und E2
Unvereinbare Ereignisse 

Wahrscheinlichkeit 

Absolute Häufigkeit H: Die Anzahl der Fälle, in der E eintritt 
Relative Häufigkeit: h(E) = H/n absolute Häufigkeit/Stichprobenumfang

Die relative Häufigkeit liegt zwischen 0 und 1
Die summe der relativen Häufigkeiten e1 bis en ist 1 bzw 100%

Gegenereignis: h(E) + NOT h(E) = 1

Definition der Wahrscheinlichkeit 

Gesetz der großen Zahlen 

Wird ein Zufallsexperiment sehr oft durchgeführt, dann stabilisieren sich die relativen Häufigkeiten um einen festen Wert 

P(B) = 1-P(A)

Eigenschaften:
1.) Nichtnegativität
2.) Normiertheit

Laplace-Experiment: Wenn für alle Ergebnisse eines Zufallsexperiments, die gleiche Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann 

Laplace-Formel 

Ereignisse E: P(E) = Anzahl der Ergebnisse, bei denen E eintritt / Anzahl der möglichen Ereignisse 

P(E) = g/m = günstig / möglich 

Pfadmultiplikationsregel: Im Baumdiagramm ist die Wahrscheinlichkeit eines Pfades gleich dem Produkt der Wahrscheinlichkeit auf den Teilstrecken des Pfades 

Pfadadditionsregel: In einem Baumdiagramm ist die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses gleich der Summe der Wahrscheinlichkeiten der in diesem Ereignis enthaltenen Ergebnisse 

Pfadmultiplikationsregel P(ww) = (w and w) = P(w) * P(w)
Pfadadditionsregel P (ww or ss) = P(w) * P(w) + P(s) * P(s)

Additionssatz:

P (A CUP B) = P(A)+P(B) - P(A CAP B)

Spezielle Form 

P (A CUP B) = P(A) + P(B)

Bedingte Wahrscheinlichkeit:

Vorraussetzung oder Bedingung 


Allgemeiner Multiplikationssatz:
P (A CAP B) = P (A) * P_A (B) 

P_A(B) = (P CAP B) / P(A)

Unabhängige Ereignisse: 

P (A CAP B) = P (A) * P (B)

Allgemeiner Multiplikationssatz: P (A CAP B) = P(A) * P_A(B)
Spezieller: P (A CAP B) = P (A) * P (B)

Kombinatorische Hilfsmittel zur Berechnung von Wahrscheinlichkeit 

Produktregel

Baumdiagramm
Stichproben 

geordnete Stichproben: Unterscheidung 
Geordnete Stichproben ohne zurücklegen 

Aus einer Menge (Gesamtheit) von n Elementen erhält man durch k-faches Ziehen 
n * (n-1) * (n-2) * ... * (n-k+1) = (n!)/(n-k)!
geordnete Stichproben ohne zurücklegen 

Für n verschiedene Objekte gibt es n * (n-1) * ... * 4 * 3 * 2 * 1 = n! geordnete Vollerhebungen (Vertauschungen oder Permutationen)

Entnimmt man k Elelemente aus einer Menge von n Elementen, so gibt es

(n * (n-1) * (n-2) * ... * (n-k+1))/k! = n!/(k!*(n-k)! = (n über k)

ungeordnete Stichproben 

Zufallsvariable 

Unter einer Zufallsvariablen X eines Zufallsexperiments versteht man eine Funktion, die jedem Ergebnis e_i eine Zahl Zuordnet

X:e_i -> X(e_i)

Wahrscheinlichkeitsfunktion 

Unter einer Wahrscheinlichkeitsfunktion f einer Zufallsvariable X versteht man die Funktion f:x_i -> P (X = x_i)-.

Erwartungswert einer Zufallsvariablen 

E(x) = x_1 * P (x_1) + x_2 * P (x_2) + ... + x_n * P (x_n) = SUM_1^n = x_i * P (x_i)

günstig
ungünstig
fair 


Varianz und Standardabweichung

Ist X eine Zufallsvariable, welche die Werte x_1, ..., x_n annehmen kann und den Erwartungswert E(X) hat, so heißt, die Zahl s^2 mit 

s^2 = (x_1 - E(X))^2 * P(X = x_1) + ... + (x_n * E(X))^2 * P (X = x_)

die Varianz der Zufallsvariablen X

Standardabweichung: s SQRT (Varianz)


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Statistische Einheiten
Grundgesamtheiten 

Also, die Objekte, die beobachtet werden, heißen: Untersuchungseinheiten oder statistische Einheiten 

statistische Einheit = Träger der Information 

Massenphänomene

statistische Masse
gleichartige Einheiten 

Identifikationskriterien

1.) zeitlich
2.) räumlich
3.) sachlich 

Grundgesamtheit: Omega 

Und das einzelne Objekt: omega 

Omega := {omega | erfüllt}

Grundgesamtheit = statistische Masse = Population = Kollektiv 

Die Anzahl 

m (Omega) = Umfang

reale Grundgesamtheit
fiktive Grundgesamtheit 

Merkmal M (omega)
Merkmalausprägung
Modalität

Statistische Variable

Manchmal Merkmal = Variable

Eine Statistische Variable ordnet der statistischen Einheit omega oder ihrem Merkmal eine reelle Zahl x zu 

x = X (omega)
x = Fkt (M(omega))

identische Funtkion 

X:Omega -> Reellen Zahlen 
omega -> X (omega)

Merkmalstypen und Messbarkeitsniveaus

1.) Qualitative Merkmale 
2.) Quantitative Merkmale 

1.) Diskrete
2.) Statige oder kontinuierliche

Skala, bei Messbarkeitsniveaus
1.) Nominal messbare Variablen: Lediglich gleichheit oder Anderartigkeit
2.) Ordinal messbar: Unterscheidbar und natürliche sinnvolle Reihenfolge
3.) Kardinal: 

Teilgesamtheiten, Stichproben 

Vollerhebungen, Totalerhebung

Reine Zufallserhebung
Repräsentative Stichproben

Statistische Verteilung

Urliste

Elemente            omega_1     omega_2     omega_3     ...     omega_n
Merkmalswerte       x_1         x_2         x_3         ...     x_n

Die Folge (x_n) heißt Beobachtungsreihe der Variablen oder statistische Reihe X

x_i = X (omega_i), für i = 1, ..., n

absolute Häufigkeit

relative Häufigkeit