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Grenzwerte von Folgen

Eine Folge ist eine Abbildung f:N->R, mit f(1) = a_1, f(2) = a_2, ..., f(n) = a_n
(a_n)

Der Grenzwertbegriff

Eine Folge (a_n) konvergiert gegen a, wenn fast alle Glieder von (a_n) in der Epsilon-Umgebung von a liegen

Eine Folge (a_n) konvergiert gegen a in R, wenn |a_n - a| < epsilon 

Eigenschaften konvergenter Folgen

1. Eine konvergente Folge, besitzt genau einen Grenzwert 
2. Jede Teilfolge einer konvergenten Folgen konvergiert gegen den Grenzwert von (a_n)
3. Jede konvergente Folge ist beschränkt

Divergente Folgen
Das Rechnen mit Konvergenten Folgen

1. Vergleichssatz

Konvergieren die Folge (a_n) gegen und die Folge (b_n) gegen und ist fast immer a_n <= b_n => a <= b

2. Einschnürungssatz

Konvergieren die Folgen (a_n) und (b_n) gegen a und gilt fast immer a_n <= c_n < b_n, so konvergiert die Folge (c_n) gegen a

3. Satz ohne Namen I

Ist die Folge (alpha_n) eine Nullfolge und gilt fast immer  |a_n - a| < alpha_n, so konvergiert die Folge (a_n) gegen a

4. Satz ohne Namen II

Ist die Folge (a_n) eine Nullfolge und die Folge (b_n) beschränkt, dann ist die Folge (a_n*b_n) eine Nullfolge

5. Rechenregeln für konvergente Folgen

4 Prinzipien der Konvergenztheorie
4.1. Das Monotonieprinzip

a_n <= a_n+1
a_n >= a_n+1

Eine Monotone Folge konvergiert genau dann, wenn sie beschränkt ist

4.2. Das Cauchysche Konvergenzprinzip für Folgen

m, n >= n_0 => |a_n - a_m| < epsilon 

Eine Folge ist genau dann konvergent, wenn sie eine Cauchy-Folge ist

4.3. Das Auswahlprinzip von Bolzano-Weierstraß

Hilfsatz: Jede Folge enthält eine Monotone Teilfolge 
Jede beschränkte Folge enthält eine konvergente Teilfolge 

4.4. Das Prinzip der Intervallschachtelung

I_n = [a_n;b_n]
I_n in I_(n+1)
(b_n-a_n) ist Nullfolge 

I. Stetigkeit von Funktionen
I.1. Folgenkriterium

Konvergiert die Folge (a_n) gegen a, dann konvergiert die Folge (f(a_n)) gegen f(a)

I.2. Epsilon-Delta-Kriterium

|a_n-a| < epsilon => |f(a_n)-f(a)| < delta

I.3. Rechenregeln 
II. Grenzwerte von Funktionen
II.1. Folgenkriterium

Konvergiert die Folge (a_n) gegen a, dann konvergiert die Folge (f(a_n))

II.2. Epsilon-Delta-Kriterium

|x-a| < delta = |f(x)-b| < epsilon 

II.3. Cauchysches Konvergenzprinzip für Funktionen

|x-a| < delta AND |y-a| < delta => |f(x)-f(y)| < epsilon 

II.4. Rechenregeln 

III. Differenzierbarkeit

Differentienzenquotient: 

lim_(x->a) = (f(x)-f(a))/(x-a)
lim_(h->0) = (f(x+h)-f(x))/h

Differenziationsregeln
1. Rechenregeln
1.1. Summeregel: (f(x)+/-g(x))' = f'(x)+/-g'(x)
1.2. Faktorregel: (alpha * f(x))' = alpha * f'(x)
1.3. Produktregel: (f(x)*g(x))' = f'(x)*g(x)-f(x)*g'(x)
1.4. Quotientenregel: (f(x)/g(x))' = (f'(x)*g(x)-f(x)*g'(x))/((g(x))^2)
2. Kettenregel: ((f o g)(x))' = f'(g(x))*g'(x)
3. Exponentialfunktion (exp_a(x))' = exp_a(x)*ln(a)
4. Logarithmus: (log_a(x))' = 1/(x*ln(a))

Der Mittelwertsatz: f'(x_0) = (f(b)-f(a))/(b-a) oder f'(x_0)(b-a) = f(b)-f(a)
Der Satz von Rolle: f(a) = f(b) => es gibt x_0 mit f'(x_0) = 0
Die Regel von d'Hospital: 

Hilfsatz: (f(b)-f(a))*g'(x_0) = (g(b)-g(a))*f'(x_0)

lim_(x->a) f(x)/g(x) = lim_(x->a) f'(x)/g'(x)

Summen: 

Sei die Folge (a_n) eine Folge, die Folge (s_n) mit 

s_n = SUM_(k=0)^n = a_1 + ... + a_n

wird Reihe genannt

1. Harmonische Reihe: SUM (1/k)
2. Geometrische Reihe: SUM (q^n)
3. Taylorreihe von f im Entwicklungspunkt a: SUM (f^(k)(a))/(k!)(x-a)^k
4. Logarithmusreihe/alternierende harmonische Reihe: SUM (-1)^(n-1)/n